Energiemeteorologie

Überblick

Die Nutzung erneuerbarer Energien wird maßgeblich durch meteorologische Rahmenbedingungen beeinflußt. Sonne und Wind sind der "Treibstoff" dieser neuen Energiequellen. Planung und Betrieb entsprechender Energieumwandlungs- und -bereitstellungssysteme setzen die detaillierte Kenntnis der stark fluktuierenden Quellen voraus, um das Betriebsverhalten dieser Systeme charakterisieren zu können.

Durch die in großem Umfang erwartete Integration erneuerbarer Energien in die vorhandenen Energieversorgungsstrukturen wird die Bedeutung meteorologischer Aspekte erheblich zunehmen, und zwar unabhängig davon, wie sie auf nationaler und internationaler Ebene geregelt und organisiert ist.

Das neue Forschungsgebiet Energiemeteorologie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Entwicklung und Adaption von Methoden und Meßtechnik zur Charakterisierung von Energieschwankungen, die abhängig von Veränderungen der Wind- und Sonneneinstrahlungsverhältnisse auftreten. Auch die Vorhersage von erwarteten Leistungsschwankungen mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung gehört zu diesem Forschungsgebiet.

Ein wichtiger Aspekt der Forschung in der Energiemeteorologie ist ihr hoher interdisziplinärer Charakter. Neben physikalischen und meteorologischen Methoden sind umfangreiche Kenntnisse auf den Gebieten Umwandlung von Wind- und Sonnenenergie (Physik, Ingenieurwissenschaften), Energieversorgungsstrukturen (Elektrotechnik, Ökonomie), Informationstechnologien und Umweltwissenschaften nötig.